BERICHT: Hoch hinaus geht´s im Steinwasen Park

Vor etwas mehr wie einer Woche, am 22.07.2018, besuchten wir für Euch den Steinwasen Park, der sich etwa 20km von Freiburg im Breisgau (Hochschwarzwald) gut eingebettet im Wilhelmertal befindet. Zu erreichen ist der Park natürlich mit dem eigenen Fahrzeug über den Notschrei (Gebirgspass, kommend von Kirchzarten) oder wie erwähnt über die kürzere Variante über Freiburg, aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Erlebnispark, welcher 1974 eröffnet wurde, war aber bereits schon weit vor dieser Zeit als Gelände bekannt. Auf dem 35 Hektar großen Areal befindet sich ein Wildpark sowie einige Fahrattraktionen, die zum Großteil auch bei schlechtem Wetter genutzt werden können. Da der Park in die felsige Gebirgslandschaft integriert wurde, gibt es einen enormen Höhenunterschied, der aber seit Errichtung der Sesselbahn (1979) mühelos überwunden werden kann.

Blick ins Tal des Steinwasen Parks

Doch nun zu unserem Bericht, über den idyllischen Freizeitpark der Familie Braun, die den Park 1974 eröffneten, und unseren Eindrücken, sowie den vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, die Groß- und Klein durchaus einen erlebnisreichen Tag bescheren kann. Nach Betreten und Lösen der Eintrittskarte, steht man im Hauptgebäude, dort befindet sich auch ein Bistro, das mit Speis & Trank auf die Gäste nach einem erlebnisreichen Tag wartet. Von hier geht es einen etwas längeren Gang entlang, an dessen Seite sich der neue Indoor-Spielplatz „Luxis Kinderland“ befindet. Auch finden sich hier viele Dioramen, die den Park durchgehend begleiten und auf das Thema „Schwarzwald“ ausgelegt sind. Ferner findet man hier ein Märchenkino, dass kurze Winnie Puuh-Filme zeigt, ein Schwarzwald-Kino, dass eigentlich die Entstehung des Gebirges erklären soll, aber dieses war geschlossen, da es umgebaut wird. Weiter gibt es ein 5D-Kino, welches wir aber nicht getestet haben. Vorher hat man auch die Möglichkeit über eine Treppe in die Eiswelt zu gelangen, die ein bewegtes Diorama beherbergt, und einzelne Figuren, sowie den legendären Yeti. Hier saust auch immer wieder der Powered Coaster „Gletscherblitz“ und die Bobcart-Bahn „Spacerunner“ vorbei.

River Splash – eine der Attraktionen im Steinwasen Park

Kommen wir aber nun zum Außenbereich, denn nach dem Verlassen des Hauptgebäudes schaut man auf die massive Bergkulisse, sowie auf Spielplätze und die Sesselbahn, die den Besucher auf den „Gipfel“ bringt. Hier findet sich auch eine überdachte Bühne, sowie der Durchgang zu den Fahrattraktionen, die wir als erstes in Augenschein genommen haben: Nach einem Weg, der in Serpentinen nach unten (und auch wieder nach oben ging), standen wir vor dem 2008 eröffneten River Splash, einer Rafting-Bahn, bei welcher die Rundboote mithilfe eines senkrechten Lifts auf rund 19m angehoben werden, und dann in einer kurvenreichen Strecke nach unten rutschen, bevor diese dann im Auslaufbecken und einer 190 Grad-Kurve zurück in die Station kommen. Nass wird man hier nicht wirklich, außer ein Besucher betätigt die Kanone und jagt eine Wasserfontäne nach oben – dann könnte ein wenig vom erfrischenden Nass erfolgen. Weiter geht es dann einen kleinen Berg wieder hinauf, dort befindet sich die Talstation der Sesselbahn, aber auch die beiden Bahnen „Spacerunner“ und „Gletscherblitz“ – die im Untergeschoss des 1996 neu errichteten Hauptgebäudes befinden.

der Spacerunner ist mit Effekten ausgestattet

Der Spacerunner, der eigentlich nur durch die Eiswelt fahren sollte, wurde angepasst und wurde mit ein paar Lichteffekten und Nebel ausgestattet. Die Strecke, die rund 680m lang ist, fährt mit mehreren Helixen, sowie Auf- und Abwärtspassagen durch das Gebäude. Der Fahrgast kann die Geschwindigkeit der Bahn, die aus dem Hause Wiegand kommt, selbst bestimmen – maximal 40km/h sind möglich. Ein Auffahren ist praktisch unmöglich, da ein automatischer Abstandshalter den eigenen Wagen abbremst, wenn man dem Vordermann zu nah kommt. Über dem „Spacerunner“ befindet sich der Eingang zum „Gletscherblitz“, einem kürzeren Powered-Coaster aus dem Hause Mack Rides, die dann ganze drei Runden durch die Eiswelt fährt. Eine Besonderheit gibt es hier, denn man kann für einen Preis von 2 Euro die Möglichkeit eines VR-Rides nutzen. Leider war die Luft im Gebäude alles andere als angenehm, relativ stickig und warm, und das macht ein anstehen bei großem Andrang etwas anstrengend.

mit dem Sessellift geht es mühelos nach oben

Doch nun wieder ins Freie – denn wie gesagt, befindet sich hier die Talstation des Sessellifts, der den Besucher auf den „Gipfel“ des Freizeitparks bringt. Geräuschlos fliegt man hier über die Bergwelt, und kann schon einige Tiere aus der Höhe erkennen, wie zum Beispiel freilaufende Esel, Wildschweine, aber auch ein paar Rehe. An der Bergstation angekommen, kann man sich einerseits für einen der beiden Rundwege durch den Wildpark entscheiden, oder aber über eine der 800m langen Rodelbahnen, von denen eine überdacht ist und somit auch im Regen fahrbar ist, ins Tal sausen. Wir fuhren mehrmals nach oben, um die Rodelbahn zu fahren, aber auch um uns einen Überblick über den Wildpark zu verschaffen. Besonders in Erinnerung blieben uns die Rehe, aber auch die sehr zutraulichen Esel, die auf dem Gehweg unterwegs waren und sich gerne streicheln ließen.

die Erlebnishängeseilbrücke

Der Weg stets bergab, und vorbei an vielen Tieren, die es in unseren heimischen Gefilden gibt. Ganz niedlich waren die Frischlinge und die Bache (Wildschweinmama), denen wir ganz nah kommen konnten. In knapp der Hälfte des Rundweges befindet sich die 2001 errichtete Erlebnishängeseilbrücke, die mit einer Länge von 218m und einer Höhe von 30m das Tal überspannt. Hier braucht man, wenn man Höhenangst hat, sehr viel Mut, denn die Brücke kann richtig schön ins schwanken kommen, was doch dem ein oder anderen Besucher einen kleinen Adrenalinschub verschaffen kann. Leider ist die Brücke für Kinderwägen oder auch für mobilitätseingeschränkte Personen eine Sackgasse – und müssen dann entweder den Weg zurück, oder können diese Attraktion nicht nutzen.

Auf der anderen Seite der Brücke geht es dann über Treppenstufen zurück auf den Rundweg, vorbei an weiteren heimischen Tieren, wie die Waschbären, Murmeltiere, diverse Vogelvolieren, sowie Esel, Kaninchen und Meerschweinen. Hier befindet sich auch ein kleiner Weiher, mit einem kleinen Spielplatz und weiteren kleinen Hängebrücken.

Blick von der Hängeseilbrücke auf die drei Rodelanlagen

Jetzt aber zu einer anderen weiteren Hauptattraktion, die der Park beherbergt: Der Alpine-Coaster aus dem Hause Wiegand. Auf einer kleinen Anhöhe kann man einen der schnittigen Rennschlitten besteigen, bevor man nach einer kurzen Instruktion per Lift auf die Gipfelhöhe gezogen wird. Besonders schön ist zu erwähnen, dass die Bahn (wie auch die beiden anderen Rodelbahnen) teilweise durch die Gehege fahren, oder sehr dicht an den Gehegen vorbei fahren und somit auch auf diesem Wege mit den Tieren Kontakt aufnehmen kann. Die Rodelbahn, die rund 1000m lang ist, beinhaltet vier waagrechte Loopings (Helixe), sowie zahlreiche Kurven und kleine Jumps. Mit einer Maximal-Geschwindigkeit von 40km/h kann man hier ins Tal sausen, und kommt sehr nah an Luchse, Rot- und Schwarzwild. Nach einer rasanten Fahrt gibt es noch die Möglichkeit sich ein Onride-Foto mit der eigenen Geschwindigkeit bei der Zieleinfahrt kaufen zu können. Der Ausstieg befindet sich ein wenig oberhalb des Einstiegs, die Schlitten fahren über zwei weitere 180 Grad Kurven dann alleine in die Station zurück.

ein Frischling bei der Mutter

Zu unserem Fazit:
Der idyllische Freizeitpark bietet viel für den Eintritt von 23 Euro für Erwachsene und 19 Euro für Kinder – hier wird inmitten des Hochschwarzwalds die Auszeit geboten, um einfach mal entschleunigen zu können. Im Eintrittspreis sind alle Fahrattraktionen enthalten, sprich – man kann sooft fahren / rodeln, wie man möchte – oder mit dem Sessellift Bergfahrten (aber auch gerne Talfahrten) machen. Sollte das Wetter einmal nicht optimal sein, oder kommt ein kleiner Schauer auf, gibt es genügend, um sich auch im Inneren zu beschäftigen. Die Preise für Speis & Trank sind human angesetzt, und es gibt für jeden Geschmack etwas. Auch kann man ein paar typische Souvenirs kaufen, die entweder zum Park gehören, aber auch typisch für den Schwarzwald sind. Die Mitarbeiter waren immer freundlich und hilfsbereit, wenn es Probleme gab. Zudem können sich auch kleinere Kinder sehr gut alleine beschäftigen, wenn die Großen sich einen Kaffee gönnen. Wir werden den Park sicherlich bald wieder besuchen, wenn unser persönlicher Schwarzwald-Urlaub ansteht.

freilaufende Esel im Wildpark

Geöffnet ist der Park in der Hauptsaison von 9 bis 18 Uhr (Juli / August) mit einem Fahrbetrieb von 10 bis 17:45 – in den anderen Öffnungsmonaten dann von 10 bis 17 Uhr mit einem Fahrbetrieb von 10 bis 16:45 Uhr. Geöffnet ist der Park noch bis 04. November 2018. TIPP: in der Nachbarschaft befinden sich unter anderem die Wasserfälle zu Todtnau (der höchste naturbelassene Wasserfall, die letzte Stufe hat eine Höhe von 60m, gesamt stürzt der Wasserfall über 5 Stufen 97m in die Tiefe) und auch den Hasenhorn-Coaster, der mit einer stolzen Fahrtlänge von 2,9km. Die Rodelbahn aus dem Hause Wiegand Mälzer weißt auf der Strecke drei Kreisel und etliche wilde Jumps, sowie steile Kurven auf. Der Transport erfolgt mit dem Sessellift vor Ort, hier werden auch die Schlitten nach oben befördert. Wer nicht rodeln möchte, kann auch auf dem Hasenhorn wirklich sehr schön wandern und einen atemberaubenden Blick über Todtnau erleben. Auf jeden Fall ein ganz besonderes Highlight! Zum Abschluss noch unsere besten Bilder des Tages im Steinwasen Park. Ein besonderer Dank geht an Familie Braun, die uns eingeladen hatten, sowie an alle Mitarbeiter, die stets freundlich waren, wenn wir Fragen hatten.

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Autor dieses Beitrags: Markus

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