BERICHT: Entspannung im Erlebnisbad „Kristall Palm Beach“

Während der Off-Season der zahlreichen deutschen Freizeitparks, oder auch bei schlechtem Wetter bietet sich ein Besuch in einer Therme oder auch in einem der interessanten Erlebnisbäder Deutschlands an, so hat es uns ins Kristall Palm Beach in Stein bei Nürnberg verschlagen, welches wir uns als Ausflugsziel für Familien und Erholungssuchende, aber auch für die, die sich gerne auf den Rutschen austoben wollen, angeschaut haben. Mit Öffnungszeiten werktags von 9 bis 22 Uhr, an Wochenden bis 24 Uhr, ist ein Wellnesstag individuell planbar. Die Rutschen sind werktags von 12 – 20 Uhr, an Wochenenden, sowie Feiertagen und den bayrischen Ferien ab 10 Uhr geöffnet.

Das Kristall Palm Beach ist ein Erlebniszentrum, wie es in Deutschland nicht so oft gibt, denn hier findet man wirklich alles unter einem Dach: einen Erlebnisbereich mit einem tropischen Wellenbad, gepaart mit einem VIP-Loungebereich, Whirlpools, einem riesigen Außenbereich mit Strömungskanal, Sandstrand, Trampolinanlage und natürlich Palmen ohne Ende. In diesem Gebäudekomplex findet auch die riesige Lasershow im Zeitraum von Oktober bis März nach Einbruch der Dunkelheit statt. Bei uns fand diese gegen 18:30 statt, doch dazu kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt.

im Eingangsbereich befindet sich der größte Bergkristall der Welt mit einem Trinkbrunnen

Bei unserer Anreise war das Freizeit- und Erlebnisbad bereits gut besucht, denn die Menschen standen bereits weit vor den Eingangstüren. Wir waren überrascht, aber nachdem wir gesehen hatten, dass der Eingangsbereich mitsamt des Kassenbereichs wirklich klein ist, und daher auch weniger Platz ist, dass sich hier viele Gäste im warmen aufhalten können. Leider gibt es auch hier nur zwei Kassen, so dass bei einem größeren Andrang mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen ist. Nach Lösen des Eintrittspreises, der bei 26 Euro für einen ganzen Tag (inklusive Sauna) liegt, wurden wir mit einem Spindschlüssel ins Untergeschoss gebeten. Hier war es, für unsere Verhältnisse angesehen, eng und es gab auch nicht wirklich genügend Umkleidekabinen, so dass man sich leider auf dem Gang umziehen musste. Im Untergeschoss fanden wir dann auch die Sanitäreinrichtungen mit Dusche, bei der wir direkt merkten, dass es bei Abreise auch hier zu erheblichen Wartezeiten kommen wird, da nicht ausreichend Duschen vorhanden waren. Vom Untergeschoss geht es dann wieder mit einer Treppe nach oben, und endet dann direkt im Restaurant- und Liegebereich – auch hier war es schon sehr voll, und Entspannung konnte sich hier leider nicht wirklich einstellen.

ein Außenbereich, der bei warmen Temperaturen zum spielen einlädt

Wir suchten uns einen Liegeplatz, abseits vom Trubel im Thermenbereich – der hier mehr als nur punkten konnte. Die diversen Becken, mit unterschiedlichen Temperaturen, dem Außenbecken und natürlich die Verwendung von Salz- und Thermalwasser konnte uns überzeugen. Vor allem das Konzept, dass sich hier alles nach „Hildegard von Bingen“ drehte. Dazu eine wirklich anmutige Gestaltung mit Kronleuchtern, Edelsteinen am und auch im Wasser. Besonderheit ist, dass im Thermenbereich die Badegäste unter 16 Jahren zum Wohle der Entspannung unter der Woche keinen Zutritt haben, an den Wochenenden und in den bayrischen Ferien wird hier aber eine Ausnahme gemacht. Bei unserem Besuch an diesem Samstag durften Kinder und Jugendliche in diesem Bereich baden, und bis auf einige Ausnahmen wurde eine Entspannung wirklich garantiert.

der Erlebnisbereich mit Krake und Wellenbecken

Wenn man den Thermalbereich verlässt und sich entlang des Restaurants „Hawaii-Inn“ orientiert, kommt man am Außenbereich mit warmen Thermalwasser und vier Whirlpools vorbei – hier kann man sogar im Wasser frühstücken, und zwar täglich von 9 bis 10:30 – denn man wird direkt am Beckenrand bedient, sofern man aus der Frühstückskarte gewählt und im Restaurant bestellt hatte. Im Innenbereich hier findet man dann auch weitere Liegen, eine Infrarotsonnenanlage, sowie ein 25m-Schwimmbecken mit Sprungturm und auch den Zugang zu den beiden Rutschentürmen – wo wir auch schon beim zweiten Abschnitt unserer Erlebnisberichtes sind:

Rutschenauslauf des „Space Center“

Am Schwimmbecken selbst, auf einer Art Empore landen die Rutschen aus dem ersten Turm ein – insgesamt 5 Rutschen mit einer Gesamtlänge von knapp 660 Metern. Dieser Bereich wird hier als „Space Center“ bezeichnet, so haben auch die 5 Rutschen, die natürlich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erbaut wurden, entsprechende Namen. Die Rutschen hier starten auch aus drei unterschiedlichen Höhen, einmal von 12.50m, 15,50m und aus 18m und bieten entweder Staustufen (Galactica), vielen Windungen / Kurven (Voyager) und auch mit einem nahezu freien Fall von 16m (Turbo Blitz). Aber auch Lichteffekte, dunkle Abschnitte und diverse Geschwindkeiten werden hier geboten. Über einen dunklen Gang, mit rollenden Tonnen und diversen Effekten gelangt man in den zweiten Turm der Future World, der weitere 6 Rutschen (eine sogar als 3er Anlage, was dann somit 8 Rutschen entspricht) – die Rutschen hier starten aus 4 unterschiedlichen Höhen und haben eine Gesamtlänge von über 1200 Metern (wenn man die 3er Anlage dementsprechend dreifach zählt). Aus der unteren Etage, aus 12,50m Höhe startet unter anderem die 3er Anlage „StarGate“. Der Start wird hier mit einem Countdown simuliert, bevor man durch eine Wasserwand die Rutschpartie startet. Man rutscht durch zwei Lichtkuppeln mit mehreren Weltraummotiven, bevor man einem finalen Drop und einer weiteren Wasserwand im Landebecken ankommt. Die Landezone ist als Mars mit Mondgestein gestaltet.

Endbereich der Rutschen aus „Future World“

Weiterhin gibt es auch eine schnelle Spiralrutsche (Transformer), bei welcher eine Beschleunigung von 3G auftritt, oder aber auch schwarze Röhre mit einer 40m langen Geraden, bei welcher sich Strobo-Blitze in Gegenrichtung bewegen. Besonderheit ist unter anderem das 8m lange Glasstück und dass der Rutschenauslauf 2.5m über allen anderen Rutschausläufen befindet. Die beiden Rutschbereiche werden mit einem Skywalk in 18m Höhe verbunden, und wer genug Mut besitzt kann auf diesem Skywalk schlendern und dabei auch die Aussicht genießen. Highlight der Future World wird schlechthin die Pegasus II sein, zugleich auch die höchste Rutsche des Palm Beach, die 2 Loopings beinhaltet, aber auch die Super Nova, eine Trichterrutsche, die mit Sternenexplosionen und Stroboeffekten aufwartet.

die ganze Rutschenwelt ist durchgehend thematisiert

Nach all dem Adrenalin kann man sich im Saunadorf, dass im Design eines verschneiten „Ischgl“ daher kommt, entspannen. Der Innenbereich ist komplett im orientalischen Stile gehalten. Hier findet man unter anderem das Hamam, aber auch das Kleopatrabecken, dass das Schweben möglich macht. Mit einem Solegehalt von 12% und einer Temperatur von 34 Grad kann man einfach mal die Seele baumeln lassen und „schweben“. Weiter findet man im Innenbereich diverse Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen, wobei die niedrigste bei 45 Grad beginnt (Salzdampfbad), die höchste mit 90 Grad aufwartet (Bergkristallsauna). Das ganze wird mit einem großen Edelstein-Whirlpool, Infrarotkabinen, einer Saunabar mit offenem Kamin und auch einem Caldarium und einem Kaltwasserbecken abgerundet. Im Außenbereich warten dann weitere Saunen in urigen Blockhütten, auch hier in unterschiedlicher Intensität und natürlich auch mit interessanten Aufgüssen. Besonders interessant fanden wir die Klostersauna, bei welcher ein Klangschalen-Kräuter-Aufguss nach Hildegard von Bingen zelebriert wurde. Eine wahre Wohltat bei rund 80 Grad.

die 3er Anlage „Star Gate“

Ein ganz besonderes Highlight ist die Gondelsauna, die sich auf einer Anhöhe zum Ruheraum „stille Alm“, wo man auf Wasserbetten schlummern kann, befindet. Die Gondelsauna fährt im Zweistundentakt rund 12m in die Höhe, während man einen Aufguss ohne Verwedeln, gepaart mit einer grandiosen Aussicht (bei klarem Wetter) genießen kann. Das Ischgl-Saunadorf wird mit weiteren Saunen, wie etwa der Zitronensauna, dem Alpendampfbad, aber auch der Himalaya-Sauna, wo man auf riesigen Salzblöcken sitzen kann, abgerundet. Summa sumarum gibt es 15 verschiende Saunen, die für jeden etwas bieten. Zudem Whirlpools, Entspannungsmöglichkeiten wie Liegen und Ruheräumen. Während unserer Besuches befand sich eine weitere Einrichtung noch im Bau: Hier wird noch ein Alpensee mit einer Wassertemperatur von 32 Grad und ein Gradierwerk mit Soleinhalation und die Banjasauna mit einer Temperatur von 100 Grad entstehen.

die Lasershow rundet einen erlebnisreichen Tag im Palm Beach ab

Um einen erlebnisreichen Tag im Kristall Palm Beach ausklingen lassen zu können, sollte man sich die große Lasershow im Wellenbad anschauen, die im Zeitraum von Oktober bis März jeweils nach Einbruch der Dunkelheit stattfindet. Und es ist nicht nur einfach eine Lasershow, denn hier wird man als Badegast regelrecht animiert, gepaart mit zahlreichen Lichtern, und durchaus einer guten Musikauswahl wird man in den knapp 30min in der Dunkelheit zum mitfeiern animiert. Bei unserem Besuch wurde die Lasershow in drei Etappen „abgefeuert“ und wir hatten hier jede Menge Spass.

Nach einem für uns erlebnishaften aber auch entspannten Tag haben wir gegen 20h das Erlebnisbad verlassen, und müssen leider noch einmal auf die Situation mit den Duschen hinweisen, da wir das Gefühl hatten, dass, wenn mehrere Badegäste gleichzeitig gehen, es zu einem enormen Stau kommen kann (bei uns gab es diesen), und auch aufgrund der niedrigen Anzahl von Umkleidekabinen im Untergeschoss, blieb auch hier nur das Umziehen auf dem Gang für uns. Trotz allem hat uns der Tag sehr gefallen und werden wieder kommen. Weitere Informationen, etwa zu den Eintrittspreisen findet ihr auf der Homepage des Kristall Palm Beach.

Anmerkung der Redaktion:
Aufgrund der geltenden Bestimmungen haben wir auf das Fotografieren im Thermal- und auch im Saunabereich verzichtet.

Logo des Kristall Palm Beach

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Autor dieses Beitrags: Markus

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