Holiday Park goes „indoor“ – Heidi erhält Einzug

Neuigkeiten au dem pfälzischen Holiday Park: Im November 2017 sollen die Bauarbeiten für einen „Indoor-Park“ beginnen, damit bis zum Sommer 2018 eine rund 6000 Quadratmeter große Halle mit sieben neuen Attraktionen eröffnet werden kann. Mit unter den neuen Attraktionen wird eine Familienachterbahn eröffnen. Das ganze läuft unter dem Titel „Heidiland“ bei welchem Plopsa zwischen 7,5 und 8 Millionen investiert. Dies könnte auch der Start in eine ganzjährige Öffnung sein, denn andere Attraktionen, wie im Majaland,  sind bereits auf den Winter hin konstruiert worden. 

Der besagte Indoor-Park soll nahe des „Majalands“, auf dem freien Gelände des damaligen „Aquascope“ errichtet werden (davor steht heute die Bühne auf welcher Maja immer tanzt), teilte der Plopsa-Geschäftsführer Steven van den Kerkhof und der Parkmanager Bernd Beitz in einem gestrigen Gespräch mit der Zeitung „Rheinpfalz“ mit. Das  Bauprojekt wird das teuerste seit der Übernahme des Parks durch die Plopsa-Gruppe Ende des Jahres 2010. Starten soll das ganze am 02. November, also direkt nach Saisonende 2017. Die Halle könnte bis zum Saisonstart stehen, aber könnte erst etwa im Juli 2018 an den Start gehen, da die Auftragsbücher der Hersteller für Fahrgeschäfte gut gefüllt sind, so van den Kerkhof. Lange Wartezeiten lassen sich dann leider nicht vermeiden.

Skizze der Alpenwelt in der Halle des Heidilands
Quelle: Rheinpfalz / Holiday Park

Sieben Attraktionen plant Parkbetreiber Plopsa in der zwölf Meter hohen Halle des Indoor-Parks. Thematisiert werden sollen drei populäre Figuren aus Zeichentrick- und Animationsfilmen, an denen die Studio 100 Media GmbH – Plopsa ist die Themenparksparte dieses Unternehmens – die Rechte besitzt. Neben den bereits aus dem Holiday Park bekannten Figuren „Heidi“ und „Tabaluga“ ist das „Mia & me“: Die Figuren dieser Fernsehserie gehören zum Katalog des Münchener Medienunternehmens m4e AG, an dem die Studio-100-Gruppe im Februar 2017 die Aktienmehrheit erworben hat.

Vor einem Berg-Panorama soll ein Schweizer Dorf mit einem alpenländisch gestalteten Bahnhof Herzstück des „Heidilands“ sein. Dort steigen die Fahrgäste in eine Familienachterbahn, die in gemütlichem Tempo unterwegs ist und in der auch kleinere Kinder mit ihren Eltern mitfahren können. Zwei Karussells sind im Indoor-Park geplant: eines soll „Heidi“ thematisieren, ein weiteres, das mit Feen und Elfen gestaltet werden soll, „Mia & me“ . Außerdem sollen eine Riesenrutsche gebaut werden, auf der es von weit oben knapp unter der Hallendecke in Wellen abwärts geht, und ein großes Bällebad mit vielen bunten Plastikbällen. Shows und Aufführungen sollen in einem Theater stattfinden, das 500 Plätze bietet. Neben dem Eingang soll eine Bühne entstehen, außerdem sind ein Spielplatz und ein Imbiss mit Terrassen innen und außen geplant.

Artwork des „Heidilands“ mit Alpenpanorama und Achterbahn
Quelle: Rheinpfalz / Holiday Park

Die Familienachterbahn wird von der Zierer Karussell- und Spezialmaschinenbau GmbH & Co. KG errichtet, die auch im Holiday Park schon Fahrgeschäfte wie den Jet-Ski im neuen „Beach Club“-Bereich geliefert hat. Laut Beitz werden auch Unternehmen aus der Region am Bau des Indoor-Parks beteiligt sein.

Schrittweise wird sich der Holiday Park nach den Worten von Van den Kerkhof in Richtung ganzjährige Öffnung bewegen. Zunächst sei geplant, nach dem Ende der Saison an Wochenenden Teile des Parks zu öffnen: Neben dem Indoor-Park „Heidiland“ biete sich das benachbarte „Majaland“ dafür an. Wie im Plopsaland De Panne in Belgien könne dann ein reduzierter Eintrittspreis – dort sind es 9,99 Euro – erhoben werden. Alle Fahrgeschäfte, die Plopsa seit der Übernahme des Holiday Parks gebaut habe, seien bereits so errichtet, dass sie von der Technik her, beispielsweise was Heizungen und Abwasserrohre betrifft, für eine Öffnung auch in der kalten Jahreszeit vorbereitet sind.

Nachdem zuletzt Attraktionen für ein jugendliches und erwachsenes Publikum entstanden seien, so Van den Kerkhof, werde das „Heidiland“ wieder Familien mit Kindern bedienen: Diese Besuchergruppe nehme ständig zu, so der Plopsa-Geschäftsführer, ohne dass die Anzahl jugendlicher Gäste abnehme. 2016 habe der Holiday Park 605.000 Besucher verzeichnet, und in dieser Saison rechne man mit 650.000 bis 700.000 Gästen. Ziel sei es, die Marke von einer Million Besuchern pro Saison zu erreichen.

Als nächste Schritte sollen in den nächsten Jahren ein „Wasserpark“ – hier hat Plopsa der Gemeinde Haßloch ein verbessertes Angebot zu einer Zusammenarbeit vorgelegt, und der Bau eines Hotels folgen. Seit der Übernahme des Parks hat Plopsa laut Van den Kerkhof etwa 30 Millionen Euro in den Holiday Park investiert.

Autor dieses Beitrags: Markus

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