BERICHT: zwei Tage der magischen Wintermomente im Europa Park

Das neue Jahr hat nun erst einmal ein paar Tage auf sich, die Feierlichkeiten wie Weihnachten und den Jahreswechsel liegt hinter uns – also warum sollte man nicht auch in den Wintermonaten in den größten Freizeitpark Deutschlands fahren und den Winter in einzigartiger Atmosphäre und harmonischer Dekoration im Europa Park genießen. Unser Bericht handelt von einem gelungenen zweitägigem Aufenthalt zwischen europäischen Winterlandschaften und dem antiken Charme unterhalb des Colosseum-Bogens.

Die Anreise erfolgte am Donnerstag, 05.01.17 zwischen Schneegestöber und Nebel in der Dunkelheit des schwäbischen Morgenlandes, über die Landstraße ins Badische, bevor uns die Autobahn die freie Fahrt nach Rust ermöglichte. Schon von der Autobahn konnte man im Nebel einzelne Attraktionen und das beleuchtete Riesenrad aus dem Hause Bruch erkennen, und so stieg die Vorfreude enorm an. Nachdem man die Ausfahrt 57b erreicht hatte, und man über den eigenen Zubringer immer näher an das Hotel-Resort kam, wurde die Freude unhaltbar, denn wir waren angekommen.

Blick auf den Colosseum Bogen des Hotel Colosseo

Toppen konnte das ganze nur noch, als wir unterhalb des Torbogens des Hotel Colosseo in die Tiefgarage fuhren. Es war überwältigend, zumal es auch der erste Besuch in diesem Hotel war. Bisher kannte ich nur die Ferienzimmer/-hotels umliegend, aber das hier, das war einfach nur der Hammer schlechthin. Überwältigt von den Impressionen gingen wir an die Rezeption um unser Check-In zu vollbringen, genehmigten uns aber dann doch noch den Aufpreis von 20 Euro, um ein Zimmer zum Innenhof (Blick auf den Colosseums-Bogen und die Piazza Roma) zu bekommen, um das Erlebnis noch ein Stück aufwerten zu können. Hier sei zu sagen, dass die Mitarbeiter an der Rezeption sehr freundlich waren, und auch jedem Wunsch nachgekommen sind – es wurde das unmöglichste möglich gemacht.

Arthur im Winterkleid

Als Hotelgäste des Colosseo profitierten wir auch schon am Anreisetag von der „VIP-Öffnungszeit“, von einer Stunde (in der Sommersaison sind es dann 30 Minuten) und kamen somit in den Genuss einige Achterbahnen (hier der Alpenexpress mit Coastiality und Arthur) ohne große Wartezeit zu fahren. Aber was für Wartezeit? Sind 5 Minuten maximal erwähnenswert? In meinen Augen ist das keine Wartezeit, denn sogar auf Volksfesten wartet man schon ein paar Minuten bis die Fahrt frei ist. Für die Hotelgäste gibt es in der Winterzeit die Attraktionen in Spanien, wie Kolumbusjolle und Feria Swing, in Österreich bis auf die Tiroler Wildwasserbahn, der Märchenwald (bis auf Grimms Bibliothek) und der Themenbereich Arthur – im Königreich der Minimoys und zudem das Riesenrad im portugiesischen Themenbereich als fahrbare Attraktionen, und ich persönlich finde, dass dies im Rahmen der einen Stunde wirklich sehr viel war. Nach einer Fahrt im, in meinen Augen, schönsten Riesenrad Deutschlands, dem Bellevue aus dem Hause Bruch, durften wir noch an der Absperrung warten, denn die anderen Parkbereiche öffneten erst um 11 Uhr. Aber sogar die Zeit bekam man rum, man hatte ja einiges an Beschäftigung.

Blick aus dem Riesenrad ins winterliche Island des Europa Parks

Fünf Minuten vor elf fiel die Absperrung und das „Gerenne“ ging los, schade eigentlich, dass man hier fast über den Haufen gerannt wurde, aber hier hat man erkannt, das einige Besucher eben die ersten an den Attraktionen im isländischen Themenbereich sein wollten. Umso enttäuschter waren die Gesichter der Besucher, die enttäuscht waren, dass BlueFire „noch“ im Winterschlaf war. Aber Wodan durfte bereits kurz nach 11 über die Schiene brettern, und meine Begleitung ließ es sich nicht nehmen, hier mit von der Partie zu sein. Zu bemerken sei, dass die Bahn im kalten und auch bei den ersten Fahrten ganz andere Eigenschaften aufweist, als im Sommer, wenn es warm ist, aber laut Aussagen ein intensives Erlebnis ist. BlueFire öffnete dann nach der Mittagszeit auch seine Pforten, nachdem die Sonne richtig gut raus kam, und die Mitarbeiter die Wege und auch die Umgebung ausgiebig gesäubert haben, und ein paar Züge über die Schiene flitzen ließen.

EuroMir und kaltes Wetter

Für uns ging es weiter durch den Park, um auch die anderen Attraktionen in ihrem Winterkleid zu sehen, und uns die kalte Winterluft um die Nase wehen zu lassen. Aufgrund der sehr kurzen Wartezeiten, die meistens zwischen einer und maximal zehn Minuten lagen, war es sehr gemütlich, und man konnte einige Bahnen und Attraktionen mehrfach fahren. Persönlich fand ich es schade, dass in der EuroSat z.B. die eigentliche Wintersoundtrack bereits durch den alltäglichen ersetzt wurde, denn dieser hätte besser zum Gesamterlebnis mit der Dekoration im Lift und auf der Strecke gepasst. Dennoch machte aber jede Bahn auf seine Art und Weise richtig Spass.

seitliches Bühnenbild „ein musikalischer Weihnachtsmarkt“

Zur zweiten Vorstellung von „ein musikalischer Weihnachtsmarkt“ im Globe Theatre waren wir dann auch zu Gast, und ich durfte, mit der Genehmigung einer Mitarbeiterin ein Bühnenbild machen. Das Fotografieren während der Vorstellung ist, und das ist auch klar, aus urheberrechtlichen Gründen untersagt.  Das Bühnenbild war wirklich einem kleinen Weihnachtsmarkt mit Ständen und einem Karussell nachempfunden. Zu Beginn der Show standen einzelne Darsteller auf der Bühne, auf den Schrägen und am Karussell, während der gesamte Saal in einem frischen Blau gefärbt wurde. Geboten wurde in der 35minütigen Show ein gemischtes Potpourri aus Tanz, Artistik, Zauberei und natürlich weihnachtlichen Liedern in diversen Sprachen, gesungen unter anderem von Juan Ricondo und der bezaubernden Ornella de Santis. Uns hat die Show so gut gefallen, dass wir an unserem zweiten Besuchstag noch einmal vor Ort waren.

Hotelzimmer

Nach der Show und den zahlreichen Gänsehautmomenten ging es noch weiter durch den Park, es gab ja noch einiges zu entdecken, und auch wenn uns bereits richtig „kalt“ war hielten wir durch, bis kurz nach 16 Uhr eine SMS vom Hotel Colosseo eintraf und uns mitteilte, dass unser Zimmer nun bezugsfertig sei. So ging es, nachdem wir noch die beiden spanischen Attraktionen Kolumbusjolle und Feria Swing mitgenommen  haben, auf schnellstem Wege ans Auto und dann zum Check-In, wo wir dann unsere Zimmerkarten mitsamt Bademänteln erhielten. Vor lauter Aufregung hatte ich am Ende noch meinen Koffer an der Rezeption stehen gelassen, aber der freundliche Mitarbeiter brachte mir diesen auf schnellstem Wege nach.
Unser Zimmer lag im zweiten Stock im Mittelbau des Hotels (Zimmertüre war somit zur Lobby) mit dem Ausblick auf die Piazza und den Colosseum-Bogen – und nach dem ersten Eindruck war man wirklich mehr als sprachlos – das Ambiente, die Ausstattung und das gesamte Erlebnis war wirklich einzigartig.

Blick an die Decke der Looby

Hier sprechen Bilder mehr als tausend Worte, womit man das Thema Hotelzimmer dann beiseite legen. Nach einer kurzen Erholung und einem Abendessen ausserhalb des Resorts ging es für uns in den Wellnessbereich des Hotels, doch leider hatten wir uns erst verlaufen (sind in die falsche Richtung), so dass wir mit Badehose und Handtuch über die Piazza mussten – aber dank eines Seiteneingangs fanden wir dann doch den Weg in die römische Badelandschaft. Uns erwartete auch hier eine perfekt abgestimmte Einheit zwischen römischer Antike und der Moderne des Wellnessbereichs, gepaart mit der richtig inszenierten Dekoration. Das Wasser war angenehm warm (28 Grad) und der Blick, nachdem man unterhalb des Colosseum-Bogens durchgeschwommen war, einfach sensationell.

Szene aus der „Rhode Island Waterfire“ Show

Man konnte am Bogen empor schauen, und aus der einen Ecke des Schwimmbeckens sogar auf das neueste Themenhotel „Bell Rock“, zumindest auf den Leuchtturm schauen. Nach ein paar intensiven Schwimmeinheiten ging es zur weiteren Erholung zurück aufs Zimmer, bevor es dann wärmer angezogen auf einen Rundgang über das Gelände ging, denn uns interessierte die Wasserfontänen-Show „Rhode Island Waterfire“ am Hotel Bell Rock. Allein beim überschreiten der Brücke war man erneut geplättet, diese perfekte Inszenierung – man kam sich, wie auch bereits im Hotel Colosseo wie in einer anderen Welt vor. Die Show „Rhode Island Waterfire“ war eine Komposition aus Fontänen, Feuer und sanften Wasserexplosionen zu einem älteren Musikstück „I am Sailing“ von Rod Stewart. Soviel Harmonie, einfach grandios. Leider entzieht es sich der Erfahrung ob das Musikstück bei jeder Aufführung (die halbstündlich bis 23:15 erfolgt) das gleiche war. Das Video zu dieser Show findet ihr auf unserem YouTube-Kanal und natürlich auch bei uns auf Facebook.

nächtlicher Blick aufs Hotelportal

Den Abend selbst ließen wir mit ein paar Drinks in der Bar „Commedia dell‘ Arte“ ausklingen, bevor man dann in die Betten fiel, und den Tag in seinem Traum Revue passieren lassen konnte. Das Schlaferlebnis ist wirklich perfekt, auch wenn die Nacht zu kurz war. Dennoch ging es dann nach einem Besuch auf der Piazza zum Frühstück. Hier wurden wir persönlich an unseren Tisch gebracht, der im hinteren Bereich im Restaurant „Antica Roma“ lag (vor dem Restaurant Cesare). Am Tisch wurde bereits Kaffee serviert und es gab ein ausreichendes Frühstücksbuffet mit allerlei was das Herz begehrte: von warmen Eierspeisen, Bratwürstchen, Speck, diversen süßen Speisen, Säften bis zur Auswahl von Brot und Brötchen, Müsli und dem Wurst- und Käseaufschnitt – es waren keine Wünsche offen. Und wenn: er wurde gerne vom Servicepersonal erfüllt.

Weihnachtlicher Baum in der Lobby des Hotels

Frisch gestärkt ging es zurück aufs Zimmer, nochmal ein paar Minuten aufs Bett gelegt, bevor es schweren Herzens zum Check-Out ging. Wirklich schwer fiel es einem, und gerne wäre man noch die ein oder andere Nacht länger geblieben – denn wir haben uns wirklich wohl gefühlt. Nach dem Check-Out wurden die Sachen im Auto verstaut, bevor es dann, auch am zweiten Tag, eine Stunde früher in den Park ging. Leider hat es in der Nacht massivst abgekühlt, das Thermometer zeigte eine stolze Leistung von minus 11 Grad, gefühlt minus 17 Grad – dennoch ging es für uns nochmal auf den Alpenexpress und auf Arthur – denn warm halten kann man sich danach noch genügend, auch wenn es bei diesen Temperaturen, die bis zu unserer Abreise gegen 17 Uhr, immer noch unter null Grad lagen.

Unser zweiter Besuchstag wurde ein wenig anders gestaltet, wir nahmen zahlreiche Flatrides mit, schipperten mit den Piraten durch Batavia, entschwanden in den Historien des Europa Parks, besuchten die Familie Medici in ihrem Schloss und ließen uns im 4D-Kino zu Happy Family verzaubern. Hier muss man zufügen, dass die Effekte die der Film bot, wirklich sehr gut gesetzt wurden, denn entweder wurde man nass, es rieselte der Schnee oder die Sitzfläche kippte auf der einen Seite weg. Auch wenn der Film mit seinen gut 10 Minuten relativ kurz war, war es ein wirklich geniales Erlebnis.

BlueFire in der eiskalten Landschaft

Das Highlight unseres zweiten Besuchstages war ein persönliches Treffen mit einer Dame aus der Betriebsleitung, die uns an diesem Mittag zu einem sehr schmackhaften Mittagessen eingeladen hatte. Im Gespräch mit der freundlichen, offenherzigen Dame, kamen wir unter anderem auf die diversen Betriebe des Europa Parks zu sprechen, wie das ganze innerhalb einer Saison seinen Lauf nimmt, und wie die Planungen zu diversen Veranstaltungen in der kommenden Saison 2017, welche ab dem 01.04.2017 startet, sind. Besonders erwähnenswert ist, dass im Europa Park das ganze Jahr ein Betrieb herrscht und dieser nie im eigentlichen Winterschlaf ist, denn egal wann, es ist immer Trubel im Park, auch wenn der Park für die Öffentlichkeit geschlossen hat. Dekorationen verschwinden innerhalb von wenigen Stunden, maximal zwei Tagen, teilweise durch die eigenen Mitarbeiter der jeweiligen Betriebe / Attraktionen, aber auch durch Fremdfirmen.

Wodan in klarer Winterluft

Jedes einzelne Detail ist schon weit im Voraus geplant, egal um was es sich am Ende genau handelt. Auch über die Belange des neuen Themenhotels und auch die Zukunft des neuen Wasserparks wurde gesprochen, dass eine komplette Realisierung  bis 2018 nicht wirklich erreichbar ist, auch wenn man mit Hochdruck an der Verwirklichung arbeitet. Im Jahr 2017 sind zahlreiche neue Dinge geplant, den Startschuss (oder auch das Ende der Saison 2016) bildet die Eröffnung der Europa Park Arena, bzw. der neuen Tour von DJ Bobo und „Mystorial“. Die neue Europa Park Arena hat eine Kapazität von bis zu 6000 Besuchern, hat einen mit modernster Technik ausgestatteten Konferenzraum, VIP-Bereich und eine Empore um in einer privaten Atmosphäre dem geschehen zuschauen zu können. Dank der lichten Höhe von 13m der Veranstaltungshalle sind auch komplizierte und aufwendige Bühnenkonstruktionen möglich. Ein weiterer besonderer Meilenstein wird in der neuen Saison die neue Attraktion „Project V“ sein – diese Baustelle ist bereits sehr weit fortgeschritten, und man erkennt bereits die Fassade und die späteren Elemente die z.B. für die Uhr und dergleichen vorgesehen sind.

Riesenrad Bellevue

Beides wird den deutschen Themenbereich, rund um die deutsche Allee enorm aufwerten, um auch die Besucher mehr im vorderen Parkbereich ansiedeln zu können. Unsere Gesprächspartner freut sich schon sehr auf weitere Entwicklung Themenbereichs Deutschland – und auch auf die neuen Dinge, die in der kommenden Saison kommen werden.  Im weiteren Gesprächsverlauf wurde dann auch mitgeteilt, dass zum Beispiel die Büros von Roland Mack in einem der Themenhotels vorhanden ist, und dass man diesen, als auch seinen Sohn Michael sehr oft in der Bar „Commedia dell’Arte“ antreffen kann. Fast jeden der rund 3600 Mitarbeiter kennt er mit Namen, und kann auf Anhieb eine Eselsbrücke schlagen, um Informationen über die Person abrufen zu können. Auch, dass man Herrn Mack persönlich in der Bar antreffen kann, so ist ein persönliches Gespräch immer drin, er wird nur in den seltensten Fällen ablehnen – und das bewundert man doch wirklich sehr, dass die Geschäftsführung so nah bei den Mitarbeitern und auch bei den Besuchern angesiedelt ist. Dies können andere Parks nicht von sich behaupten, hier muss man förmlich „betteln“, wenn man ein kurzes, persönliches Gespräch suchen möchte.

Wodan im Untergang der Wintersonne

Nach der Übergabe der Merchandise-Artikel aus unserem eigenen Sortiment bedankten wir uns herzlichst bei der Betriebsleitung und wurden von dieser verabschiedet, mit der Bitte, dass wir uns doch bitte zum Beginn der neuen Saison melden dürfen, damit wir einen weiteren neuen Gesprächstermin/-treffen organisieren können. Diesem Wunsch kommen wir natürlich sehr gerne nach und bedanken uns aufrichtig bei unserer Gesprächspartnerin und danken auch hiermit noch einmal für die Einladung zum leckeren italienischem Mittagessen.

Im Gegenlicht der Sonne

Nach einem weiteren Besuch im Globe Theatre, sowie einer kleinen Shoppingtour mussten wir leider gegen 17 Uhr am 06.01.2017 die Rückreise antreten. Egal wie kalt es auch an diesem zweiten Besuchstag war, es war schade und traurig zugleich, dass wir schon gehen mussten. Dennoch gehen wir mit einer Menge positiver Erinnerungen nach Hause, um Euch diesen Artikel schreiben zu können. Wir hoffen doch sehr, dass Euch der Artikel gefallen hat – und würden uns freuen, wenn ihr unserem Fotoalbum bei Facebook (wir haben bewusst nicht alle Bilder hier eingestellt), ein LIKE geben würdet, und auch Euren Freunden und Bekannten von uns erzählen würdet.

Dies war unser Bericht zu den Wintermomenten in Deutschlands größtem Winterwunderland, dem Europa Park. Wir danken allen Beteiligten, Mitarbeitern und deren Kollegen, die uns diesen erlebnisreichen Aufenthalt ermöglicht haben. Zum Abschluss noch das Video der „Rhode Island Waterfire“-Show vom 05.01.2016 gegen 20:45 Uhr

Ein letztes Bild in der untergehenden Sonne – das letzte des Abends…

Dämmerungsstimmung – Zeit um Abschied zu nehmen

Autor dieses Beitrags: Markus

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