BERICHT: der Europa Park in Rust bei Freiburg

An einem der wohl besucherstärksten Tage der Saison 2016 hat es uns erneut in den Europa-Park verschlagen, allein um in den Genuss der 15 Stunden Parköffnung zu kommen. Wir sprechen hier von der großen Sommernachtsparty – mit jeder Menge Prominenz, Achterbahn mitten in der Nacht, ein Höhenfeuerwerk und eine tolle Kerzenillumination.

Unsere Anreise folgte sehr früh, da die Reise erst über Crailsheim ging, da hier noch ein Zustieg geplant war, FB_IMG_1469950065581
aber allein den Ort in der Dämmerung zu finden, dazu ein miserables GPS-Signal im Navi, hat es doch ein wenig länger gedauert. Doch dann ging es los, mit Vollgas über die Autobahn, bis wir gegen 8:15 Uhr an unserem Hotel im ca. 15km entfernten Schwanau bezogen. Für alle, die eine günstige Alternative suchen, mit einem Auto mobil sind, ist dies wirklich ein tolles, akzeptables Hotel.

Nachdem dort alles abgewickelt wurde, ging es über die „tollen“ Landstraßen entlang des Rheins, nahe der französischen Grenze, nach Rust – und da wir am Samstag doch sehr früh da waren (kurz vor 9) bekamen wir noch gaaaaaanz weit vorne einen Parkplatz, so dass der Fussweg nicht allzu weit war. Doch leider mussten wir uns schon an der Unterführung gedulden, denn der Park hat eine Sicherheitskontrolle eingeführt, und es wurde jedem in die Taschen geschaut – es war zwar nervend, dass man so lange warten musste, aber es ist ja auch für unsere Sicherheit. Dennoch waren wir recht schnell durch und konnten den Park in vollen Zügen genießen, auch wenn wir uns erst einen Plan machten, was wir nach und nach machen wollten. Zuerst gehörten uns die „kleinen“ Attraktionen, wie Rundbootfahrt, die Fahrt ins Elfenreich oder aber auch das Geisterschloss, dass mit einigen Neuerungen überraschte. Auch war in den ersten Momenten der Themenbereich „Irland“ dran, der in den Tagen zuvor seine Pforten geöffnet hatte. In meinen Augen wurde hier thematisch alles sehr gut umgesetzt, die Szenarien eines idyllischen irischen Dorfes waren eine Augenweide.

IMG_20160731_093737Der Park füllte sich zunehmendes, was man auch an den Wartezeiten an den diversen Attraktionen sah, doch uns überraschte die Wartezeit bei „Poseidon“, denn die lag morgens bereits schon bei 90+ Minuten. Skurril, oder?

Da meine Begleitung seit gut 10 Jahren nicht mehr im Europa Park gewesen ist, hatte er in vielen Dingen natürlich Vorrang, und durfte auch die Richtung bestimmen, auch wenn ich persönlich in fast jedem Themenbereich was zu trinken brauchte, oder die öffentliche Hygieneeinrichtung besuchte, und das sicherlich ein wenig störend war. Aber was muss, dass muss – und auch diese Orte wollen bewertet werden.

Aufgrund der zunehmenden Hitze, es war am 30.07.2016 wirklich mehr als warm, gab es dann mittags eine Fahrt auf dem Fjord-Rafting, nach einer gut 50minütigen Wartezeit, aber auch da wurden wir, mit einer Menge Wasser entlohnt, denn wir waren „nass bis auf die Unterhose“, da half nicht einmal mehr der Trockner am Ausgang. Angesichts der Wärme trocknete dies relativ schnell, aber dennoch waren nasse Klamotten eher störend, es war eben an der falschen Stelle nass.

Ferner besuchten wir in der Mittagszeit die Show „Cinema Italiano“ im „Teatro dell´Arte“ (italienischer IMG-20160730-WA0027
Themenbereich) – und da es wirklich voll war, hatten wir im klimatisierten Vorraum schon Zeit uns zu aklimatisieren. Die Show war geladen an Witz und Humor, gepaart mit Artistik und einer gewissen Portion Melancholie. Auch wurden die Zuschauer während der Aufführung integriert, indem getanzt wurde und das ganze auf den Videowalls rechts und links der Bühne gezeigt wurde. Für mich eine tolle Inszenierung und für Show-Begeisterte ein Muss.

In den frühen Abendstunden besuchten wir dann ein Lokal, um uns bewusst zu stärken, eigentlich wollten wir im „Spices“ einkehren, aber da war das „African Food Festival“ und wir mussten ausweichen. Nach einer längeren Suche kehrten wir dann im „Mille Fleurs“ im Europa Park ein und gönnten uns einen Salat mit Hähnchenbrust. Zu meinem Leidwesen musste ich diesen mit Parmesan nehmen, denn man konnte mir keinen neuen machen, warum auch immer. Bei meiner Begleitung fehlte die Salatsauce, da die, die er wollte nicht ausreichend vorhanden war. So war es am Ende doch eine trockene Angelegenheit, obwohl es geschmacklich perfekt war. Gestärkt ging es nach einer guten Stunden Pause wieder in den Park.

IMG_20160731_155347Ich weiß nicht, wie oft wir die Themenfahrten gefahren sind, begeistert waren wir doch vom „Geisterschloss“ und „Piraten aus Batavia“, denn egal wie oft man fuhr, man fand immer wieder neue Details, die man in den Runden zuvor nicht wahrgenommen hat. Es wird einfach nicht langweilig, und in den vollen Momenten kann man hier auch einfach mal ein paar Minuten abschalten.

Gegen 21 Uhr wurde es im Park auch nach und nach dunkel, und die Mitarbeiter stellten in weiten Teilen des Parks farbige (elektrische) Kerzen in Gläsern auf, teilweise in tollen Formationen. Mit der weiteren Beleuchtung an den Bäumen, wie Lichterketten und natürlich die normalen Laternen, wurde der Park wirklich traumhaft illuminiert. Und für uns ging es dann im Dunkeln auf die besondere Erlebnisreise, denn wir sind noch nie im Dunklen die „Schweizer Bobbahn“ gefahren, und mal ehrlich – im dunklen rockt das echt gewaltig, weil man nicht wirklich sieht, wohin es geht. Schon am Tage ist die Schweizer Bobbahn ein Speedmonster, jedenfalls in meinen Augen, aber im dunklen: „OHLALA“ – dies gilt auch anderen Bahnen, die im dunklen sich einfach anders fahren lassen. Das gleiche galt auch dem „Alpenexpress“, der im Dunklen doch irgendwie anders ist, als am Tage. Warum kann ich bis heute nicht sagen, aber es rockt einfach gewaltig.

Gegen halb zehn schauten wir uns noch die Show „Let´s celebrate EP“ im „Globe Theatre“ des Parks an, und ich binIMG_20160730_211300 nach wie vor begeistert, was am Ende auch meine Begleitung sagte. In den knapp 40 Minuten wurden die wohl besten Hits von Elvis Presley live gesungen, dazu Artistik am Seil oder Comedy mit einer Maus. Es war Lach, und Gänsehautgarantie gegeben. Dies zeugte auch der sehr lange Applaus. Auch hier ist der Musicalfreund gefragt, denn wer die Musik schätzt und die Inszenierungen des Parks, der wird hier einfach nur Freude haben und die Wärme im Herzen spüren. Und die Darsteller, die passen einfach wie die Faust aufs Auge.

Um 23 Uhr stieg ein lautstarkes Höhenfeuerwerk in den Himmel – leider war es dieses Jahr nicht so schön, wie bei anderen Sommernachtsparties, oder wie an Silvester. Es war einfach nur übermäßig laut, und war in 5 Minuten vorbei. Unsere Frage stellte sich, warum Silverstar dann um 20 Uhr aufgrund der Lautstärkebestimmungen geschlossen wurde, aber das Feuerwerk das ganze übertrumpfte. Da hätte man am Ende auch die Bahn bis 22 oder 23 Uhr fahren lassen.

IMG_20160731_110442Nach dem Feuerwerk, das wir im Alpenexpress verbrachten, ging es dann zurück durch Irland in den französischen Themenbereich, wo wir dann die letzte Fahrt des Abends auf der EuroSat verbrachten. Die Bahn rockt immer noch so, wie damals, vor allem, wenn diese ohne Blockbremsen fährt. Dennoch, es ist so heftig, dass man das Gefühl hat, man hat danach ein Schleudertrauma. Aber hey, sie macht Spass und das zählt. Danach holten wir unsere Sachen aus dem Schließfach und machten uns auf den Weg ins Hotel.

Nach einer mehr oder weniger „ruhigen“ Nacht entschieden wir uns am Sonntag morgen, noch einmal in den Europa Park zu gehen. Auch durften an diesem Tag ein paar Attraktionen nicht fehlen, doch am Ende war es dann sehr gemütlich, mit zahlreichen kleinen Pausen für unsere Fotos, eine Shoppingtour seinesgleichen und ein kurzes Treffen mit den Freunden der Gruppe „Themenparks Germany“– wo dann auch ein gemeinsames Foto entstand. Am Sonntag war es dann nicht mehr so warm, so dass man das ganze angenehmer nutzen konnte, es war am Ende auch nicht so voll, dennoch waren die Wartezeiten relativ hoch – obwohl 30 Minuten dann doch nicht viel waren.

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Am Sonntag gegen 17:00 ging dann ein ereignisreiches Wochenende zu Ende – mit dem Fazit, dass der Europa Park immer einen Besuch wert ist. Auch wenn dieser nun Ausmaße hat, die man selten an einem Tag schafft, aber wenn man sich schon vorher einen Plan zurecht legt, was man an diesem Tage erleben möchte, schafft man dies locker, zumal der Park meistens länger als 18 Uhr geöffnet hat.

Und weil man hier nicht alle Bilder Platz fanden, gibt es nun noch die Galerie in Form einer Slideshow, mit all unseren Aufnahmen – viel Spass!

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Und bald kommt der neue Bericht – ihr könnt Euch schon drauf freuen!

Autor dieses Beitrags: Markus

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